Bild: © Oliver Rehbinder

Pressemitteilung

Fraktion und Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Pullach

Pullacher Grüne kritisieren Ende der überparteilichen
Zusammenarbeit im Rathaus

Neue Mehrheit verteilt Ämter im eigenen Lager – Grüne halten am Prinzip der Konsensorientierung fest

Pullach, 18. Mai 2026. „Wer politische Ämter nur noch im eigenen Lager verteilt, schwächt den Gemeinderat und verspielt Vertrauen in eine Zusammenarbeit für alle Pullacherinnen und Pullacher“, erklären Fraktion und Ortsverband der Pullacher Grünen anlässlich der Wahl der zweiten und dritten Bürgermeister:innen in der konstituierenden Sitzung des Pullacher Gemeinderats am 12. Mai 2026.

Für die Pullacher Grünen ist klar: In der konstituierenden Sitzung des Pullacher Gemeinderats am 12. Mai 2026 wurde ohne Not mit einer langjährigen und bewährten Pullacher Tradition gebrochen: der lagerübergreifenden Besetzung der Stellvertretungen der Bürgermeisterin. Unter der früheren Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund waren bewusst Vertreter:innen verschiedener Fraktionen in die Rathausspitze eingebunden worden – unabhängig von parteipolitischen Mehrheiten. So waren Cornelia Zechmeister (WiP) und Dr. Alexander Betz (FDP) (2014–2020) bzw. Andreas Most (CSU / PP) und Cornelia Zechmeister (WiP) (2020–2026) als Stellvertreter:innen in vorherigen Legislaturperioden vorgeschlagen und gewählt worden.


Neue Mehrheit lehnt überparteilichen Vorschlag ab
Für die neue Amtszeit hatten die GRÜNEN erneut ein gemeinsames, parteiübergreifendes Vorgehen vorgeschlagen. Sie hatten mit Caroline Voit (Pullach Plus) und Verena Hanny (Grüne) zwei erfahrene und in Pullach gesellschaftlich breit verankerte Kandidatinnen nominiert. Der Vorschlag wurde von der neuen Mehrheit aus CSU, WiP und FDP jedoch entschieden abgelehnt. Stattdessen wurden beide Ämter ausschließlich innerhalb des eigenen politischen Lagers vergeben.


Politische Ämter nur noch im eigenen Lager
„Die neue Mehrheit sendet gleich zu Beginn ein klares Signal: Zusammenarbeit ja – aber
offenbar nur mit den eigenen Leuten. Das ist ein Rückschritt für die politische Kultur in Pullach“, kritisiert Fabian Müller-Klug, Fraktionssprecher der Pullacher Grünen. Den gewählten Bürgermeister:innen Cornelia Zechmeister (WiP) und Dr. Michael Reich (FDP) gratulieren die GRÜNEN ausdrücklich und wünschen ihnen viel Erfolg für ihre Amtszeit.


„Pullach darf nicht zum Spielball von Mehrheiten werden“

Die GRÜNEN-Fraktion kündigt zugleich an, ihre neue Rolle als Oppositionsfraktion klar und entschieden wahrzunehmen: „Wir werden uns weiterhin für alle Menschen in Pullach einsetzen – unabhängig davon, wen sie gewählt haben. Wir arbeiten konstruktiv mit, wo es sinnvoll ist, und widersprechen klar, wo politische Lagerbildung über das Gemeinwohl gestellt wird. Pullach ist zu besonders, um es parteipolitischem Denken zu überlassen“, so Müller-Klug.

Pressemitteilung

Fraktion und Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Pullach

Pullacher Grüne werfen neuer Ratsmehrheit Machtpolitik bei der IEP vor

Kompetenz statt Parteibuchlogik für das wichtigste Zukunftsprojekt Pullachs

Pullach, 18. Mai 2026. „Die IEP ist eines der wichtigsten Zukunftsprojekte Pullachs. Wer ihren Aufsichtsrat nach parteipolitischer Opportunität zuschneidet, gefährdet Kompetenz, Kontinuität und Vertrauen.“ Mit scharfer Kritik reagieren die Pullacher Grünen auf die Neubesetzung des Aufsichtsrats der Innovativen Energie für Pullach GmbH (IEP).


In der ersten Sitzung des neuen Pullacher Gemeinderats am 12. Mai 2026 hat die neue Mehrheit aus CSU, WiP und FDP beschlossen, den Aufsichtsrat der Innovativen Energie für Pullach GmbH (IEP) von sechs auf fünf Mitglieder zu verkleinern. Dadurch verlieren SPD und Pullach Plus ihre Sitze im Gremium.

Lagerdenken bei IEP fehl am Platz
Für die Pullacher Grünen ist das ein falsches Signal. Gerade bei einem Unternehmen mit so zentraler Bedeutung für die kommunale Wärme- und Energiewende brauche es breite demokratische Repräsentation statt parteipolitischer Machtspiele, erklärten Fraktion und Ortsverband. „Die IEP darf kein Beutestück wechselnder Mehrheiten werden. Gerade jetzt braucht es Erfahrung und fachliche Kompetenz statt Lagerdenken“, so Fraktionssprecher Fabian Müller-Klug

Grüne entsenden Andreas Most (PullachPlus): Verantwortung statt Parteilogik
Die Grünen entsenden deshalb Andreas Most von der Wählergemeinschaft PullachPlus als ihren Vertreter in den Aufsichtsrat. Most hatte die IEP über viele Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender maßgeblich mit aufgebaut und geprägt. Stellvertreterin wird die vorherige Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund, in deren Amtszeit die IEP entscheidend weiterentwickelt wurde.

Für die Pullacher Grünen ist diese Personalentscheidung bewusst ein Gegenmodell zur neuen Mehrheit: „Wir setzen nicht auf Parteibuchlogik, sondern auf Erfahrung und Verantwortung für Pullach,“ bekräftigte Müller-Klug

„Pullach darf nicht zum Spielball von Mehrheiten werden“
Zugleich betonen die Grünen ihre Rolle in der neuen Wahlperiode: „Wir werden uns weiterhin für alle Menschen in Pullach einsetzen – unabhängig davon, wen sie gewählt haben. Wir arbeiten konstruktiv mit, wo es sinnvoll ist, und widersprechen klar, wo politische Machtpolitik wichtiger wird als das Wohl der Gemeinde. Pullach ist zu besonders, um es parteipolitischem Lagerdenken zu überlassen.

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